Archive | Reviews | "The Gathering Wilderness" from LÄRMBELÄSTIGUNG , 2005
Das mittlerweile 6. Studialbum der Iren, die mit Metal Blade nun den erhofften Partner an Ihrer Seite haben, welche der Band zu dem einen Schritt weiter auf der Karriereleiter verhelfen könnten. Mit Ihrem superben Vorgänger „Storm before Calm“ ging man ja leider ein wenig unter, was wohl auch am damaligen Partner Hammerheart Records lag, die nicht unbedingt in der Lage waren, die Band anständig auf Tour zu schicken. „Mit The Gathering Wilderness“ sind die Jungs um Sänger Alan wieder ein wenig ruhiger geworden und klingen nicht mehr ganz so aggressiv wie auf dem Vorgänger. Die 7 Songs die es immerhin auf eine Stunde Spielzeit bringen sind sehr episch, doomig, emotional, depressiv und folkloristisch zugleich und passen bestens zum Herkunftsland Irland. Vergleiche mit Bathory’s „Hammerheart“ Album werden Primordial sicherlich nicht zum ersten Mal hören, doch man kann diese CD wirklich am besten mit diesem Epos vergleichen. Auch Bands wie Morrigan, Candlemaas, älteren Opeth und Cathedral dürften als Vergleich geeignet sein, sollen die Einzigartigkeit von PRIMORDIAL nicht schmälern. Die Band klingt auf dieser CD dramatischer und atmosphärischer denn je und wird jeden Fan der Band bzw. oben genannten sehr gut gefallen. Einziges Manko der CD ist der absolut verwaschene rohe Sound, der meiner Meinung nach überhaupt nicht passt und heutzutage höchstens Demostandard ist. Da hat sich die Band keinen Gefallen mit getan, auch wenn man so natürlich wie möglich klingen möchte, nervt der Sound früher oder später ziemlich ab. Deshalb ist für mich immer noch „Storm before calm“ das Maß aller Dinge im Falle PRIMORDIAL, doch Songs wie der starke Opener „ The golden Spiral“ oder das dramatische „Cities Carved in Stone“ sollten aber mal auf jeden Fall angecheckt werden und vielleicht wird der eine oder andere ja trotz sound von der Band ebenfalls infiziert.

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