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PRIMORDIAL To The Nameless Dead Metal Blade/SPV (54:49) VÖ: 16. November Die Schönheit der Schwermut, die Ästhetik des Herzschlages sowie Lyrik, ganz nah an der pulsierenden Ader von Männern mit einer Mission, die Schmerzen nach sich zieht – all das versuchen unzählige Metal-Bands in epische, heroische Musik fließen zu lassen. Und sehr oft kann man dabei zuhören, wie sie am eigenen Anspruch grandios scheitern. Und zwar wegen kompositorischen Unvermögens, wegen Feigheit zur rückhaltlosen Hingabe; es fehlt ihnen an allem: Inspiration, Spirit und gedankliche Freiheit. PRIMORDIAL sind eine Ausnahme, und deshalb wichtiger als alle namhaften Pathos-Schwengel von A bis Z zusammen. “To The Nameless Dead” überrollt dich als allumfassendes Großspektakel. Erdig, kraftvoll und trotz aller Rohheit sehr klar produzierte Monumentallieder verkünden Kriege, Leid und Untergang, Alan singt bissig und dramatisch, manchmal schwarzmetallisch und manchmal mit Opern-artigem Timbre. Seine Begleitband brilliert erneut mit stetig wiederkehrenden, zutiefst einprägsamen Riffs und Melodien; wahre Soundberge. Das ist die Kunst: mit Spartanischem riesige Songs zu schreiben. Und der Zeuge dieses knapp einstündigen Spektakels sitzt nicht auf der Tribüne und schaut als neutraler Außenstehender zu. Nein, er steht mitten im Getümmel, ist dabei, als Hauptperson. Eine zweite himmlische Tat wie ‘Gods To The Godless’ werden die Iren vermutlich nie wieder komponieren, aber dieses Album ist neben “Spirit The Earth Aflame” das brillanteste PRIMORDIAL-Werk geworden. Wolf-Rüdiger Mühlmann |
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